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Ein Kurierdienst ist eine besondere Serviceleistung, die beinhaltet, dass eine Sendung direkt und persönlich beim Absender entgegen genommen und anschließend dem Empfänger zugestellt wird.
Im Gegensatz zum normalen Versand oder der Lieferung durch eine Spedition ist der Kurierdienst nicht abhängig von besonderen Fahrrouten. Ziel eines Kurierdienstes ist es, eine Lieferung schnellst möglich dem Empfänger zuzustellen. Im Vergleich mit einer Spedition ist der Kurierdienst meist schneller und günstiger, wobei die Größe der Sendung beim Kurierdienst beschränkt ist.
Der Kurierdienst wird heute in zwei größere Unterbereiche aufgeteilt.
Einmal die Zustellung über größere Entfernungen durch Paketdienste und Expresslieferanten und zum anderen die Zustellung von kleineren Sendungen über kurze Distanz mit Hilfe von Fahrradkurieren oder Botendiensten.
Fast jeder Paketdienst bietet seinen Kunden besondere Dienstleistungen wie Expresslieferungen oder Nachtexpress an. Diese beiden Arten des Versand können bereits als Kurierdienst gesehen werden, da bei beiden der möglichst schnelle Ablauf des Versandes im Vordergrund steht. Der Kurierdienst als Form eines Paketdienstes ist im Gegensatz zum Stadtkurier auf größere Entfernungen ausgelegt und bildet somit ein Beispiel für den ersten großen Bereich der Kurierdienste.
Der andere Bereich der heutigen Kurierdienstleistung ist der so genannte Stadtkurier. Vor allem in großen und mittelgroßen Städten ist dieser Kurier eine beliebte Möglichkeit um kleinere Sendungen wie zum Beispiel Dokumente, Verträge oder Unterlagen schnell dem Empfänger zuzustellen.
Der Stadtkurier selbst gliedert sich wiederum in zwei Bereiche auf, einmal die Zustellung mit Hilfe eines Fahrradkuriers und zum anderen die Lieferung durch Botendienste.
Der Fahrradkurier nutzt, wie der Name bereits sagt, das Fahrrad zum Erreichen von Absender und Empfänger. Bei Distanzen von unter fünf Kilometern ist ein Fahrradkurier in der Regel bis zu 30 Prozent schneller als ein Zusteller mit Kraftfahrzeug.
Fahrradkuriere arbeiten heute größtenteils als selbstständige Unternehmer, wobei sie über Subunternehmerverträge Aufträge von verschiedenen Kurierzentralen entgegennehmen.
Die Tradition der Fahrradkuriere geht auf Johann Baptist Ruhdorfe zurück, der 1896 täglich zwischen München und Rosenheim pendelte, um Ersatzteile für seine Kunden zu besorgen.
Im Gegensatz zum Fahrradkurier, welcher für gelegentliche beziehungsweise für besonders eilige Aufträge herangezogen wird, werden sogenannte Botendienste meist direkt und dauerhaft von einer Firma angeboten.
Botendienste bezeichnen die Zustellung kleinerer Warensendungen. Im Gegensatz zum Fahrradkurier steht bei einem Botendienst nicht die Schnelligkeit im Vordergrund. Wichtig beim Botendienst ist, dass der Kunde seine Waren nicht selbst abholen muss, sondern direkt vor die Haustür geliefert bekommt.
Der Botendienst wird entweder firmenintern eingerichtet, um Dokumente von einem Büro ins andere zu schaffen oder von Dienstleistern als Extraservice angeboten.
Ein Beispiel für diesen Extraservice ist die Zustellung bestellter Medikamente durch einen Boten der Apotheke oder die Lieferung einer reparierten Uhr durch den Uhrmacher.
Heutzutage sinkt vor allem der Bedarf an Stadtkurieren, da durch moderne Medien wie das Internet der Kurier innerhalb einer Stadt immer seltener beauftragt werden muss.
Im Gegensatz dazu steigen die Auftragszahlen bei den großen Paketdiensten, da Expresslieferungen und Übernachtzustellungen über größere Distanz mehr und mehr an Beliebtheit gewinnen.
Verfasst von Dominik Stauffer am 22.03.2010