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Low Carb Diät

Die Ernährung zu beeinflussen ist einer der meist gegangenen Wege sein Gewicht zu kontrollieren. Welche Diät, bei wem erfolgreich ist, hängt von der Disziplin und den persönlichen Voraussetztungen ab. Ein oft gegangener Weg ist die "Low Carb" Diät.


Low Carb ist eine der wohl bekanntesten und verbreitetsten Formen der Diät. Die deutsche Übersetzung steht für: „Wenig Kohlenhydrate“, und genau das drückt auch wortwörtlich das Wirken jener Diät aus. Längerfristig werden hierbei die im Essen enthaltenen Kohlenhydrate reduziert und damit dem üblichen Jojo-Effekt entgegen gewirkt werden.

Oftmals wird die Low Carb Diät als neue Diätform propagiert. Dies entspricht in keinster Weise der Wahrheit, schrieb doch bereits im frühen 19. Jahrhundert der englische Bestattungsunternehmer William Banting ein Buch über eine kohlenhydratreduzierte Ernährung. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen sich auch andere Menschen, darunter renommierte Ärzte, dieser Meinung an und berichteten über ihre eigenen positiven Erfahrungen mithilfe der Low Carb Diät. Einer der bekanntesten Verfechter dieser Theorie war der amerikanische Arzt Robert Atkins. Seine Variation der Low Carb-Diät trägt auch seinen Namen: Die Atkins-Diät
Es gibt noch mehr verschiedene Abwandlung der Low Carb Diät, wie etwa die South Beach Diät und die Montignac Methode. Auch die populäre Glyx-Diät basiert in ihren Grundzügen auf Low Carb.

Doch wie genau funktioniert die Low Carb Diät? Durch die Reduzierung der Kohlenhydrate wird der Körper dazu veranlasst, auf seine eigenen Fettreserven zurückzugreifen. Der Stoffwechsel vollzieht eine Wandlung in Richtung Katabolismus. Das bedeutet, dass die Fettvorräte von der Leber mithilfe des Enzym Acetyl-CoA in verwertbare Energiereserven umgewandelt werden. Auch der Insulin- und Blutzuckerspiele wird durch Low Carb-Methode dauerhaft gesenkt, was Heißhungerattacken und viele Krankheiten vermindert.

Jede Form der Low Carb Diäten variiert in ihrer Umsetzung. So stehen zum Beispiel bei der South Beach Diät vorwiegend Pflanzenöle und sehr mageres Fleisch im Vordergrund, während tierische Fette hier eher vermieden werden.
Auch die Montignac Methode ist eine Anlehnung an Low Carb, beinhaltet gleichzeitig aber auch eine Variante der Trennkost Diät. Kohlenhydrate werden hier in gute und schlechte eingeteilt und dürfen nach bestimmten Regeln kombiniert werden. Bei der Montignac Methode wird auch die Tatsache, dass ein gesteigerter Insulinspiegel Heißhunger und somit Fetteinlagerung im Körper fördert, aufgegriffen. So sollte man zum Beispiel auf Nahrungsmittel wie Zucker, Mais, gekochte Karotten etc. komplett verzichten.

Bei der Glyx-Diät hingegen arbeitet man mit einer Art von Ampelsystem. Die Lebensmittel werden in gute, schlechte und nicht geeignet unterteilt. Das Hauptaugenmerk liegt hier bei sehr eiweißhaltiger Kost wie etwa Fisch und Milchprodukte, während Wurst und Fette eher tabu sind.

Neben diesen relativ bekannten Formen der Low Carb Diät sind noch weitere Varianten im Umlauf. Egal ob sie sich nun Hollywood-Diät, die Logi Methode oder Warrior Diet nennen, sie alle basieren auf der Low Carb-Methode, der kohlenhydratreduzierten Diät. Jede dieser Diätformen setzt auch auf eine längerfristige Nahrungsumstellung und gesündere Ernährung, anders als viele Crash- und Blitzdiäten.
Definitiv bringt die Low Carb Diät den Vorteil mit sich, dass keine Kalorien gezählt werden müssen, sondern lediglich einige Nahrungsmittel in der Menge reduziert. Besonders Genussesser dürften damit auf ihre Kosten kommen.

Wie bei allen Diäten gibt es auch bei der Low Carb Methode viele kritische Meinungen. Einige Anlehnungen der kohlenhydratreduzierten Diät setzen auf Mineral- und Vitaminzusätze, um körperlichen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Jedoch gilt es zu erwähnen, dass Low Carb eine gesündere Nahrungsumstellung und somit längerfristigen Erfolg mit sich bringt.

Verfasst von Dominik Stauffer am 16.08.2010



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Dominik Stauffer
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