Abrufkredite - Alternative zum Dispo
Ein Abrufkredit, der von einigen Banken schon ab einem Zinssatz von unter 8 Prozent angeboten wird, ist eine wirklich interessante Alternative zu dem mit Kreditzinsen zwischen 12 und 15 Prozent erheblich teurerem Dispositionskredit.
Mit einem Abrufkredit bekommt der Kreditnehmer eine gewisse Kreditlinie eingeräumt, die in der Regel in Abhängigkeit von seiner Bonität zwischen 5.000 und 20.000 Euro liegt. Besteht bei dem Inhaber eines Abrufkredites Bedarf auf eine bestimmte Geldsumme innerhalb dieses Limits, dann kann er diesen Betrag “abrufen”. Dieser wird dann umgehend auf das Girokonto des Kreditnehmers überwiesen. Die Bank verlangt für die Bereitstellung der Kreditlinie keine Gebühren und Zinsen sind nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Geldbetrag zu bezahlen. Die beanspruchte Summe kann dann in freiem Ermessen zurückgezahlt werden. Meistens wird eine vertraglich vereinbarte Mindesttilgung erwartet. Der Kreditnehmer kann aber auch höhere Beträge tilgen, was die Schuldzinsen senkt.
Wird die Kreditlinie im Rahmen des Abrufkredites unbefristet gewährt, kann der Kunde immer wieder darauf zurückgreifen. Mit einem günstigen Abrufkredit kann auch der normalerweise viel teurere Dispositionskredit ausgeglichen werden. Der Abrufkredit macht den Verbraucher noch flexibler. Ist das abgerufene Geld noch nicht auf dem Girokonto, wird kurzzeitig der Dispo genutzt, der aber in dem Moment, da das Geld eingeht, wieder ausgeglichen ist. Eine auf jeden Fall lohnende und kostengünstige Alternative. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn der Abrufkredit zusätzlich zum Dispositionskredit genutzt wird. Die Kreditlinie für den Dispo sollte sich nicht in vollem Umfang im Soll befinden, während über den Abrufkredit neue Liquidität geschaffen wird. Denn dies kann schnell zu einer Überschuldung des Kreditnehmers führen.
Verfasst von Mario Wolff am 03.01.2010