Kann Liebeskummer gefährlich werden?

Für Viele ist der Liebeskummer ein Begriff. Die Meisten haben ihn selbst einmal erlebt.
Liebeskummer zeichnet sich durch viele unterschiedliche Gemütszustände aus, dessen Umfang und Wirkung immer abhängig von der jeweiligen Person ist.
Es ist daher unmöglich eine universale Lösung zum Thema Kummer anzubieten. Liebeskummer überwinden ist und bleibt ein personenbezogener Fall, dessen Auswirkungen sich von Mensch zu Mensch unterscheiden.
Im Groben lässt sich der Liebeskummer in 4 Abschnitte, die während der Überwindung durchlaufen werden, untergliedern.
-Ist die Beziehung vorbei, fällt es dem Betroffenen zunächst schwer dies zu akzeptieren. Man kann sich vom Partner einfach nicht trennen und versucht einen Neuanfang.
- Eine Reihe von negativen Gefühlszuständen setzen ein. Diese reichen von Appetitmangel, Schlafstörungen, Traurigkeit, bis hin zu Isolation, Melancholie und Depressionen.
- Der Betroffene versucht sich neu zu orientieren, nachdem die Flut der vielen unterschiedlichen Gefühlszuständen überwunden und das Ende der Partnerschaft verdaut wurde
- Nach dieser Orientierung und überwundenem Kummer beginnt für den Betroffenen ein neuer Lebensabschnitt
Diese grob zusammengefassten Phasen des Kummers werden von jedem Liebeskummerkranken hintereinander und in unterschiedlicher Intensität durchlebt.
Liebeskummer überwinden ist ein nötiger Vorgang, der dem Kummerkranken einen Neuanfang ermöglicht und ihm hilft eine neue Partnerschaft eingehen zu können.
Die benannten Symptome, die anfänglich auftreten können, sind dabei vollkommen normal und verschwinden nach und nach wieder.
Das liegt daran, dass das Gehirn diese plötzliche Umstellung zunächst einmal verarbeiten muss und das nicht von einem Tag auf den Nächsten geschehen kann. Ursache hierfür ist der Mangel an Glückshormonen, die während der Beziehung zu genüge produziert wurden.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Liebeskummer kann bewiesenermaßen gefährlich werden, wenn der Zustand der Trauer ungewöhnlich lange Anhält und kein Ende zu nehmen scheint. Auf Dauer resultieren hieraus reale Krankheitsbilder, die nicht zu unterschätzen sind. Die Person droht im Kummer zu versinken. Schwere Depressionen können unter anderem die Folge sein. Zusätzlich kommen nicht selten weitere Einflüsse hinzu, wie der Konsum von Medikamenten, Alkohol in überhöhten Mengen und sogar Drogen. Diese Faktoren verschlimmern die Situation meist zusätzlich.
Nicht selten in so einem Maße, dass der Leidende Selbstmord als einzige Lösung ansieht dem Liebeskummer zu entkommen.
In so einem Falle ist es wichtig professionellen Rat, z.B. von einem Psychologen, einzuholen, um schlimmeres zu vermeiden.
Verfasst von Arnold Storzer am 04.01.2012