Professionelle Hilfe bei Zahnarztphobie

Patienten mit Zahnarztphobie stehen oft vor mehreren Problemen. Meist können sie über Jahre hinweg nicht den Mut aufbringen, sich einer Zahnbehandlung zu unterziehen, was zu einer starken Verschlechterung der Zahngesundheit führen kann. Haben sie sich schließlich dazu durchgerungen, zumindest einmal ein Beratungsgespräch zu vereinbaren, stellen sie oft fest, dass es nicht viele Zahnärzte gibt, die Erfahrung im Umgang mit Angst- und Phobiepatienten haben und noch weniger, die sich speziell dafür fortgebildet haben. Dennoch müssen sie nicht allein bleiben mit ihrer Angst vorm Zahnarzt. Das sollen sie auch gar nicht, denn so kann das Problem nie behoben werden und wird mit der Zeit nur immer schlimmer.
Es gibt zwar keine unüberschaubare Auswahl, jedoch gibt es sehr wohl einige Arztpraxen, die sich auf die Behandlung von Zahnarztphobiepatienten spezialisiert haben.
Der erste Schritt nach der Kontaktaufnahme ist in allen Fällen ein unverbindliches Erstgespräch, bei dem Arzt und Patient sich kennenlernen können. Zudem wird bei diesem Gespräch geklärt, worin die Ursachen für die Phobie liegen und was unternommen werden kann, um nicht nur die Zahnprobleme so schonend wie möglich zu beseitigen, sondern den Patienten auch von seiner Phobie zu heilen. Kein Zahnarzt wird seinen Patienten bei diesem Termin dazu überreden, ihn einen Blick in den Mund werfen zu lassen, denn erfahrene Ärzte kennen die Empfindlichkeiten der Phobiepatienten. Wenn der Patient dies allerdings möchte, kann der Arzt auf behutsame Weise, ausgestattet nur mit einem kleinen Spiegel, einen ersten Blick auf die Zähne werfen, sodass er einschätzen kann, wie schlimm es um die Zahngesundheit bestellt ist und welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um die Schäden zu beseitigen.
Die meisten Patienten entscheiden sich nach einem solchen Erstgespräch für die Behandlung. Die Erfahrung, dass es auch durchaus behutsame und einfühlsame Ärzte gibt, die sich mit der Problematik der Zahnarztphobie gut auskennen, macht ihnen Mut und gibt ihnen das Vertrauen in die Zahnärzte zurück.
Verfasst von Sebastian Unterhuber am 13.05.2011