Webauftritt als wesentlicher Teil der Akquise

Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um ein Jungunternehmen oder einen alteingesessenen Weltkonzern handelt. Auf jeden Fall ist die richtige Balance wichtig. So sollte der Internetauftritt natürlich zugleich ein Blickfang sein und der Information dienen. Oft soll der Webauftritt ein starkes und effektives Mittel zur Akquise sein. Man kann bei der Gestaltung der Homepage schnell über die Stränge schlagen, aber auch den Nerv der Zeit verpassen. In gewissem Maße sollte die Darstellung aktuell und auch modisch konform sein; zugleich dient die Selbstdarstellung notwendigerweise auch der Präsentation der individuellen Besonderheiten des Unternehmens. Dies wird vor allem dann deutlich, wenn man sich auf einem Terrain bewegt, das bereits gut frequentiert wird. Eine starke Konkurrenz kann als Herausforderung förderlich sein, aber auch zum Untergang führen.
Dies ist beispielsweise auf dem Automobilmarkt zu sehen. Allein um Neuwagen an den Kunden zu bringen, ist ein ganzes Heer an Verkäufern und Händlern unterwegs – weltweit. Nicht allein die Hersteller selbst werben um die Gunst des Kunden, sondern beispielsweise inzwischen auch zahlreiche Zwischenhändler im Internet. Jeder Kaufvertrag für ein neues Fahrzeug ist (viel) Geld wert. Also versucht der Gewerbetreibende sich selbst an die Front und ins Blickfeld des potentiellen Käufers zu bringen.
Dass man gelegentlich auch über das Ziel hinausschießen kann, belegen zum Beispiel einige Webauftritte von Uhren- und Schmuckherstellern. Verbreitet ist das Phänomen aber auch in vielen anderen Branchen. Um den optischen Effekt von aufwändigen, kunstvollen Videoproduktionen zu nutzen, wird kein Aufwand gescheut. Das Ergebnis führt dann aber manchmal auch zum Abbruch des Kundenkontaktes. Ist die Homepage zu datenintensiv, so kommt es vor, dass Hardware und Software des Anwenders überfordert sind. Die netten kleinen Trailer werden dann zu hakenden Bildschnitten oder gar gänzlich nur als weißes Feld angezeigt.
Der für sein Produkt Werbende sollte sich also bemühen, seine Werbung aus der Sicht der potentiellen Kunden zu betrachten. Hilfreich ist dabei auf jeden Fall die Beobachtung und Beratung durch Außenstehende.
Verfasst von Sabine Holzmann am 17.05.2011