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Coaching vs. Psychotherapie; wo sind eigentlich die Unterschiede?

Eine neue Tendenz aus den USA findet inzwischen auch immer mehr Anhänger in Europa: Coaches - also professionelle Ratgeber - sollen dort aushelfen wo Menschen alleine nicht mehr weiterwissen. Dieser Text untersucht, was diese Entwicklung bedeutet, auf welche Probleme man achten muss und inwieweit sich Coaching von Psychotherapie unterscheidet.

Coaching zielt auf die Verbesserung und die Erhöhung der berufsbezogenen Leistung und dient der Weiterentwicklung persönlicher Begabungen im beruflichen Context. Dieser Ansicht ist jedenfalls der deutsche Brockhaus.

Die Definition aus dem Lexikon ist Ihnen zu spröde? Wir versuchen das Thema vielleicht etwas praktischer anzugehen; im alltäglichen Leben meint sie das Folgende: Zweck jedes Coachings ist es in einem geschützen Rahmen Bereiche wie Führung, Gefühle, Konfliktmanagement usw. zu überprüfen. Die persönlichen Verhaltensmuster der Klienten werden also auf den Prüfstand des Coaches gestellt. Innerhalb des Coachings werden - in der Kommunikation von Ratgeber zu Klient - die Reaktionen, Meinungen und Verhaltensweisen des Klienten besprochen. Die Qualität eines Coaches misst sich daran ob er es schafft die gesamte Persönlichkeit seines Kunden in dieses Verfahren mit einzubeziehen.

Am Ende des beschriebenen Prozesses besitzt der Ratsuchende - wenn das Coaching erfolgreich war - eine wesentlich breitere Streuung von Verhaltensmustern und kann Fortschritte in Beruflichen Prozessen sehr viel genauer abwägen. Viele Manager und Politiker suchen daher die Unterstützung von Coaches um dadurch neue - auf den Beruf bezogene Herausforderungen, individuelle Wachstumsprozesse oder ganz allgemein Strukturänderungen - mit ihren Ratgebern zu erörtern.

In den letzten Jahren haben aber immer häufiger auch Privatmenschen Coaches aufgesucht um ihre Probleme und Schwierigkeiten mit ihnen zu besprechen. Da aber Coaches (so war es wenigstens bis vor kurzem) inormalerweise für Politiker und Manager wirken, stehen sie jetzt in direkter Konkurrenz mit den Psychotherapeuten. Wie sich diese - für Europa - neue Tendenz in Zukunft noch entwickeln wird, ist derzeit noch nicht abzuschätzen.

Vor allem Problemfelder innerhalb der Partnerschaft, Vorbereitung für große Prüfungen und die Bewältigung von schockierenden Ereignissen sind Arbeitsgebiete auf denen Coaches für Privatpersonen tätig werden. Anders als Psychoanalytiker und Therapeuten sind Coaches aber in ihrer Berufsausübung nicht an offizielle Vorschriften des Staates gebunden. Außerdem benötigen Sie weder Studium noch Ausbildung um ihrem Beruf nachzugehen. Dass aus diesem Grund die Psychologen an einer deutlichen Abgrenzung gegenüber den "Ratgebern" interessiert sind, ist einsichtig. Denn dass das Coachen - gleich ob es sich um Coachings für Privatpersonen oder Manager handelt - wirtschaftlich ungemein lohnend ist, ist wohl keinesfalls kein Geheimnis.

Weiterführende Informationen: Coaching Berlin

Verfasst von Raphael Bolius am 19.03.2011



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Raphael Bolius


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