Kreditkarten: Mehr Sicherheit bei Onlineshops durch 3D-Secure-Technologie
Auch im Barzahlerland Deutschland wird viel in Onlineshops bestellt. Als Zahlungsmittel bieten sich dabei Kreditkarten ganz besonders an, da man jetzt mit noch besseren Sicherheitsvorkehrungen bei der Onlinezahlung rechnen kann. Gemeint ist damit der 3D Secure-Code, der von Visa und MasterCard bereits schon seit längerer Zeit angeboten wird. Die Implementierung kann natürlich nur schrittweise erfolgen, da sich einerseits die Onlinehändler darauf einstellen müssen und andererseits die Banken an den Verfahren „Verified by Visa“ und „MasterCard SecureCode“ teilnehmen müssen.
Hintergrund der 3D-Secure-Technologie ist folgender: Bisher konnten Onlinebesteller eine Kreditkartenzahlung dadurch auslösen, indem sie nur die Daten der Plastikkarte eingeben mussten. Ein geschütztes Passwort oder wie etwa eine PIN oder TAN beim Online Banking gab es nicht. Mit der Technik von Verified by Visa und MasterCard SecureCode hat das ein Ende. Bietet der Shopbetreiber bzw. seine Händlerbank diese Verfahren an, so muss der Besteller – wenn er seine Visa oder MasterCard einsetzt – bei seiner Bank registriert sein. Bietet hingegen die kartenführende Bank noch keine Teilnahme am 3D Secure an, dann wird das Passwort in diesem Fall auch nicht abgefragt.
Die Abfrage des Passwort erfolgt im Bestellprozess des Onlineshops, jedoch wird das Passwort nicht an den Onlineshop bzw. seine Händlerbank übermittelt. Deshalb muss in einer iframe oder PopUp-Lösung das Passwort meist gesondert abgefragt werden, wobei eben für den Kreditkarteninhaber nicht immer klar ist, wohin seine Passworteingabe geschickt wird.
Derzeit sind bereits 20.0000 deutsche Onlinehändler mit dem Verified by Visa System ausgerüstet, europaweit sollen es mehr als 300.000 Händler sein.
Verfasst von Henning Petrat am 27.08.2010